0°: 0,90 · 35°: 1,00 · 45°: 0,97
Solar-Ertrag für Ihr Dach schätzen
Erhalten Sie eine erste Größenordnung für Jahresertrag und Monatsverlauf – mit offengelegten Annahmen und einer Bandbreite statt einer scheinbar exakten Zahl.
Jahresertrag schätzen
Leistung, Dach und Verschattung eingeben – Jahreswert und Monatsprofil als realistische Größenordnung.
Vereinfachtes Monatsprofil
ungefähre Verteilung des JahresertragsDas Profil ist eine allgemeine Deutschland-Näherung. Es zeigt die Saison, ersetzt aber keine standortbezogene Monatsprognose.
Was der Solar-Ertragsrechner beantwortet
Der Rechner beantwortet eine klar begrenzte Frage: Wie viel elektrische Energie kann eine PV-Anlage unter den gewählten Dachbedingungen in einem typischen Jahr erzeugen? Das Ergebnis ist eine Planungsgröße in Kilowattstunden (kWh), nicht die Zusage eines bestimmten Zählerstands.
Nicht enthalten sind Stromverbrauch, Batteriespeicher, Strompreis, Einspeisevergütung oder Anschaffungskosten. So bleiben Ertrag, Eigenverbrauch und Wirtschaftlichkeit drei sauber getrennte Fragen.
Diese Eingaben bestimmen das Ergebnis
Die Auswahlfelder sind bewusst einfach gehalten. Sie zeigen, welcher Einfluss in die Rechnung einfließt – und wo eine echte Dachplanung genauer hinsehen muss.
| Angabe | Einheit | Bedeutung |
|---|---|---|
| Anlagengröße | kWp | Die installierte Spitzenleistung aller Module unter standardisierten Testbedingungen. 8 kWp sind nicht 8 kW Dauerleistung, sondern die Nennleistung des PV-Generators. |
| Dachneigung | Grad (°) | Der Winkel der Modulfläche zur Waagerechten. Im Rechner stehen 0°, 35° und 45° zur Auswahl; wählen Sie die nächstliegende Dachneigung. |
| Ausrichtung | Himmelsrichtung | Süd ist die Referenz. Ost, West und Ost-West mindern den Jahreswert im Modell, verschieben die Erzeugung aber teilweise in die Morgen- und Abendstunden. |
| Verschattung | keine / leicht / stark | Eine grobe Verluststufe für Bäume, Gauben, Schornsteine oder Nachbargebäude. Sie ersetzt keine stündliche Verschattungsanalyse. |
| Standort | nicht eingegeben | Der Rechner nutzt eine mittlere Deutschland-Referenz. Region, Horizont und lokale Wetterdaten werden nicht individuell aufgelöst. |
| Systemverluste | pauschal enthalten | Wechselrichter, Kabel, Temperatur, Verschmutzung und weitere technische Verluste werden nicht einzeln eingegeben, sondern in der Netto-Referenz berücksichtigt. |
So entsteht die Schätzung
Die Rechnung beginnt mit 980 kWh pro kWp und Jahr als vereinfachter Netto-Referenz für Deutschland. Anschließend wird dieser Wert mit den Faktoren für Neigung, Ausrichtung und Verschattung multipliziert:
kWp × 980 kWh/kWp × Dachfaktoren = Jahresertrag in kWh
Süd: 1,00 · Ost, West und Ost-West: 0,88
keine: 1,00 · leicht: 0,90 · stark: 0,75
Die Bandbreite im Ergebnis liegt bei ungefähr minus 12 bis plus 12 Prozent. Das ist kein statistisches Vertrauensintervall, sondern ein sichtbarer Sicherheitsrand für ein bewusst grobes Modell. Wetterjahr, genaue Dachgeometrie und reale Schatten können außerhalb dieses Korridors liegen.
Warum das Monatsprofil wichtiger ist als nur die Jahreszahl
Eine PV-Anlage erzeugt ihren Strom nicht gleichmäßig über das Jahr. In der vereinfachten Verteilung des Rechners entfallen auf Januar und Dezember jeweils etwa zwei Prozent des Jahreswerts, während Juni und Juli zusammen deutlich mehr als ein Viertel beitragen. Der Rechner aktualisiert die Monatswerte, sobald Sie Leistung, Dach oder Verschattung ändern.
Das erklärt auch, warum eine Anlage mit 8 kWp trotz eines möglichen Jahresertrags von rund 7.840 kWh im Winter nur einen kleinen Teil davon erzeugt. Für Heizstab, Wärmepumpe, E-Auto oder Haushalt ist daher nicht nur die Jahressumme, sondern der zeitliche Verlauf entscheidend.
Drei typische Dach-Szenarien
Die Beispiele nutzen jeweils 8 kWp, damit der Einfluss der Dachbedingungen sichtbar bleibt. Die Werte stammen aus dem Modell dieser Seite und sind keine Messungen.
| Dach | Auswahl | Schätzung | Bandbreite |
|---|---|---|---|
| Süd, frei | 35°, keine Verschattung | ca. 7.840 kWh/Jahr | ca. 6.899–8.781 kWh |
| Ost-West, frei | 35°, Ost-West | ca. 6.899 kWh/Jahr | ca. 6.071–7.727 kWh |
| Süd, teilweise verschattet | 35°, leichte Verschattung | ca. 7.056 kWh/Jahr | ca. 6.209–7.903 kWh |
Ost-West wird hier als einfache gemeinsame Dachausrichtung mit einem Faktor von 0,88 abgebildet. Eine echte Anlage mit getrennten Ost- und Westflächen hat zusätzlich eine andere Tageskurve und muss bei der Wechselrichter- und Stringplanung separat betrachtet werden.
Vom schnellen Richtwert zur professionellen Planung
Für eine erste Einschätzung reicht der Rechner: Sie sehen, ob die gewünschte Anlagengröße und Dachfläche grundsätzlich in derselben Größenordnung liegen. Vor einem Auftrag sollte die Schätzung jedoch mit einer standortbezogenen Belegungs- und Ertragsplanung verglichen werden.
Eine gute Planung berücksichtigt unter anderem Dachmaße, Fenster und Durchdringungen, Modulabstände, mehrere Dachflächen, exakte Ausrichtung und Neigung, den Horizont, Schattenverläufe, Wechselrichter, Verkabelung, Arbeitspunktverluste und die erwartete Degradation. Sie zeigt nicht nur die installierbare kWp-Leistung, sondern auch Monatswerte und die erwartete Energie am Netzanschlusspunkt.
Für eine unabhängige zweite Näherung können Sie den PVGIS-Rechner der Europäischen Kommission nutzen. Dort werden Standort, Neigung, Ausrichtung und Systemverluste ausdrücklich berücksichtigt. Weicht eine professionelle Prognose stark von diesem Rechner ab, liegt der Grund meist in Standortdaten, Verschattung, einer anderen Dachbelegung oder unterschiedlichen Verlustannahmen.
Warum Ertrag nicht gleich Eigenverbrauch ist
Der Ertrag ist die Strommenge, die Ihre PV-Anlage erzeugt. Eigenverbrauch ist nur der Anteil davon, den Ihr Haushalt direkt oder über einen Speicher nutzt. Überschüsse werden eingespeist; in der Nacht und bei schwacher Einstrahlung kommt Strom aus dem Netz oder aus dem Speicher.
Ein Ost-West-Dach kann deshalb trotz eines etwas kleineren Jahresertrags gut zum Verbrauchsprofil passen: Die Erzeugung liegt häufiger in den Morgen- und Nachmittagsstunden. Wie viel davon tatsächlich im Haus genutzt wird, lässt sich aber erst mit Verbrauchsdaten und gegebenenfalls einem Speicher einschätzen.
Quellenstand und technische Grenzen
PVGIS beschreibt die Ertragsberechnung aus solaren Einstrahlungsdaten, Standort, Modulfläche, Ausrichtung, Neigung und Systemverlusten. Die PVGIS-Dokumentation nennt für netzgekoppelte Systeme einen pauschalen Systemverlust von 14 Prozent als Ausgangswert. Das ist eine Modellannahme, keine Garantie für jede Anlage.
Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass eine möglichst verschattungsfreie Dachfläche entscheidend ist und Ost-West-Flächen zwar weniger Jahressumme, aber eine breitere Tagesverteilung liefern können. Ergänzend ordnet das Fraunhofer ISE aktuelle PV-Fakten zu Ertragspotenzial und Systemkontext ein.
Dieses Modell verwendet keine Postleitzahl, keine Satelliten- oder Wetterzeitreihe, keine Drohnenaufnahme und keine echte Verschattungs- oder Stringsimulation. Es ist deshalb eine gute Gesprächsgrundlage, aber keine Ausführungsplanung und kein Ertragsversprechen.
Häufige Fragen zum PV-Ertrag
Wie viel Strom erzeugt eine PV-Anlage pro kWp?
Als grobe Größenordnung sind in Deutschland je nach Standort, Dach und Verschattung häufig etwa 900 bis 1.100 kWh pro kWp und Jahr plausibel. Dieser Rechner nutzt 980 kWh pro kWp als mittlere Netto-Referenz und ersetzt damit keine Standortberechnung.
Ist ein Ost-West-Dach für Photovoltaik geeignet?
Ja. Ein Ost-West-Dach erreicht meist etwas weniger Jahresertrag als ein vergleichbares Süddach, verteilt die Erzeugung aber stärker auf den Vormittag und Nachmittag. Für die konkrete Aufteilung, Neigung und Verschattung ist eine standortbezogene Planung aussagekräftiger.
Wie stark wirkt sich Schatten auf den Solarertrag aus?
Das hängt davon ab, wann und wie lange Module verschattet werden, wie die Module verschaltet sind und ob Bäume im Jahresverlauf höher stehen. Die Auswahl „leicht“ oder „stark“ im Rechner ist deshalb nur eine grobe Einordnung und keine Verschattungssimulation.
Berechnet der Rechner Eigenverbrauch oder Amortisation?
Nein. Er schätzt ausschließlich die erzeugte Strommenge. Wie viel davon im Haushalt ankommt, hängt vom Verbrauchsprofil und einem möglichen Speicher ab. Für diese Fragen gibt es den Autarkierechner und den Amortisationsrechner.
Wenn die Größenordnung passt: Angebote vergleichen
Der Rechner ersetzt keine Dachplanung. Wenn Sie die Größenordnung geprüft haben, können Sie unverbindlich konkrete PV-Angebote für Ihr Dach anfragen und die Belegung, Verlustannahmen und Monatsprognose vergleichen.
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- Aktualisiert
So ist dieser Rechner entstanden
Der Rechner schätzt den Jahresertrag und ein vereinfachtes Monatsprofil aus Anlagenleistung, Dachneigung, Ausrichtung und Verschattung. Die 980-kWh/kWp-Referenz ist eine grobe Netto-Größe für Deutschland; Standortdaten, detaillierte Systemverluste und eine Verschattungssimulation sind nicht enthalten. Autarkie und Amortisation werden bewusst nicht berechnet.
Offengelegte Rechenannahmen Die Eingaben, Annahmen und Grenzen der Berechnung sind auf dieser Seite erläutert.
Quellen und Aktualisierung
Eingaben, Rechenweg, Monatsprofil, Bandbreite und technische Grenzen wurden anhand der verlinkten Fachquellen geprüft und verständlich erläutert.
- Externe Quelle Fraunhofer ISE: Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland
- Externe Quelle Europäische Kommission: PVGIS und Standortberechnung
- Externe Quelle Europäische Kommission: PVGIS-Handbuch und Systemverluste
- Externe Quelle Verbraucherzentrale: Photovoltaik richtig planen