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Photovoltaik-Planung mit Solarmodulen auf einem Hausdach
Solar-Rechner

Photovoltaik-Amortisationsrechner 2026: Wann rechnet sich Ihre Solaranlage?

Geben Sie Investition, Verbrauch, Eigenverbrauch und Kosten ein. Sie sehen eine nachvollziehbare Größenordnung für Amortisationszeit, interne Rendite und kumulierten Überschuss – ohne eine Scheingenauigkeit auf den Euro zu versprechen.

Offene Jahresrechnung

PV-Wirtschaftlichkeit schätzen

Tragen Sie Ihre Werte ein. Das Ergebnis zeigt eine realistische Größenordnung für Amortisation, Rendite und kumulierten Überschuss.

Ihre Anlage

Gesamter Kaufpreis vor Finanzierung.

kWh

Idealerweise aus einer standortbezogenen Ertragsprognose.

kWh

Jahreswert aus Ihrer Stromabrechnung.

%

Direkt genutzt oder über einen Speicher später verbraucht.

Preisannahmen
ct/kWh

Für überschüssigen Strom; abhängig von Anlage und Inbetriebnahme.

ct/kWh

Der Wert, den jede selbst genutzte kWh ersetzt.

%

Keine Prognose: Für eine vorsichtige Rechnung 0 % einsetzen.

%

Versicherung, Wartung, Rücklagen und Messkosten als Anteil der Investition.

Lebensdauer und Ersatz
%

Reduziert den PV-Ertrag ab dem zweiten Betriebsjahr.

Jahre

Die Rechnung endet nach diesem Zeitraum.

Jahr

0 setzt keinen Ersatz an.

Einmaliger Betrag im gewählten Ersatzjahr.

Geschätzte Amortisationszeit ca. 18,1 Jahre Unabgezinste kumulierte Cashflows; ein Ergebnis außerhalb des Zeitraums wird klar ausgewiesen.
Interne Rendite 1,2 % p.a. pro Jahr über den gewählten Zeitraum
Kumulierter Überschuss + 2.368 € nach laufenden Kosten und Ersatz
Jahr 1 im Modell 2.400 kWh selbst genutzt 5.600 kWh eingespeist 1.199 € Wert vor laufenden Kosten

Eine PV-Anlage verdient ihr Geld auf zwei Wegen: Jede selbst genutzte Kilowattstunde ersetzt teuren Netzstrom, jeder Überschuss bringt eine Einspeisevergütung. Ob sich die Investition lohnt, hängt deshalb nicht nur von der Modulfläche ab, sondern von Preis, Ertrag, Verbrauchsprofil, Betriebskosten und dem gewählten Betrachtungszeitraum.

So nutzen Sie das Ergebnis richtig: Vergleichen Sie mindestens eine vorsichtige Rechnung mit 0 % Strompreissteigerung und eine zweite Variante mit Ihrem realistischen Eigenverbrauch. Die erste positive Zahl ist ein Entscheidungssignal – kein Versprechen für die Zukunft.

Welche Eingaben der Rechner braucht

Gute Wirtschaftlichkeitsrechnungen beginnen mit Daten, die Sie aus Angebot, Stromabrechnung und Ertragsprognose belegen können. Die Eingaben im Rechner sind deshalb bewusst ausführlicher als eine reine Preis-zu-Jahresersparnis-Rechnung.

Investition

Enthalten sein sollten Module, Wechselrichter, Speicher, Montage, Gerüst, Zählerschrank und alle einmaligen Nebenkosten.

Ertrag und Verbrauch

Der Jahresertrag kommt idealerweise aus einer standortbezogenen Prognose. Der Verbrauch stammt aus Ihrer Abrechnung und wird nicht mit dem PV-Ertrag gleichgesetzt.

Eigenverbrauch

Der Anteil beschreibt, wie viel der erzeugten Energie im Haushalt landet – direkt oder nach dem Laden eines Speichers. Der Rechner begrenzt ihn zusätzlich auf Ihren Jahresverbrauch.

Einspeisung

Was nach dem Eigenverbrauch übrig bleibt, wird mit der eingetragenen Vergütung bewertet. Der Satz hängt von Inbetriebnahme, Leistung und Einspeisemodell ab.

Strompreis

Der Netzstrompreis bewertet nur die selbst genutzte Kilowattstunde. Eine Preissteigerung ist eine Szenarioannahme und keine sichere Prognose.

Laufzeit und Ersatz

Degradation senkt den Ertrag jedes Jahr leicht. Laufende Kosten und ein möglicher Wechselrichterersatz werden als eigene Geldabflüsse sichtbar abgezogen.

So entsteht das Ergebnis

Rechner und Erläuterung verwenden dasselbe vereinfachte Jahresmodell. Es betrachtet keine einzelnen Stunden, sondern bewertet jedes Betriebsjahr mit denselben Regeln.

  1. Ertrag fortschreiben: Der Startwert wird ab dem zweiten Jahr mit der jährlichen Degradation reduziert. Ertrag im Jahr n = Start-Ertrag × (1 − Degradation)ⁿ⁻¹
  2. Eigenverbrauch und Einspeisung trennen: Der selbst genutzte Strom entspricht dem Ertrag × Eigenverbrauchsanteil, maximal jedoch Ihrem Jahresverbrauch. Der Rest wird als Einspeisung gewertet.
  3. Jahreswert bilden: Selbst genutzte Kilowattstunden werden mit dem Netzstrompreis bewertet, eingespeiste Kilowattstunden mit der Vergütung. Jahreswert = Eigenverbrauch × Strompreis + Einspeisung × Vergütung
  4. Kosten abziehen: Von diesem Jahreswert gehen laufende Kosten und – falls eingetragen – der einmalige Wechselrichterersatz ab. Der Strompreis darf sich dabei im gewählten Szenario verändern; die Einspeisevergütung bleibt im Modell konstant.
  5. Cashflows aufsummieren: Startpunkt ist die negative Investition. Sobald der kumulierte Cashflow erstmals null erreicht, ist die Amortisationszeit erreicht. Der Rechner interpoliert innerhalb des betreffenden Jahres.

Was der Rechner nicht stillschweigend tut

Er setzt keine hohe Eigenverbrauchsquote voraus, rechnet keine pauschale „Rendite von X Prozent“ schön und nimmt keinen Kredit an. Ein Speicher wird über Investition, Eigenverbrauchsanteil und Ersatzkosten abgebildet; seine konkrete Ladeleistung, Wirkungsgradkurve und Alterung gehören in eine stundengenaue Planung.

Zwei nachvollziehbare Beispiele

Beide Beispiele nutzen dieselbe Modellbasis: 8.000 kWh Jahresertrag, 4.500 kWh Verbrauch, 7,7 ct/kWh Einspeisevergütung, 32,0 ct/kWh Netzstrom, 2,0 % Strompreisänderung, 1,0 % laufende Kosten, 0,5 % Degradation und 20 Jahre Betrachtungszeitraum.

Beispiel 1

PV-Anlage ohne Speicher

  • Investition: 18.000 €
  • Eigenverbrauchsanteil: 30 %
  • Wechselrichterersatz: 2.000 € im Jahr 15
ca. 18,1 JahreAmortisationszeit

Im ersten Jahr werden 2.400 kWh selbst genutzt und 5.600 kWh eingespeist. Über 20 Jahre ergibt sich ein kumulierter Überschuss von +2.368 € und eine interne Rendite von 1,2 % p.a.

Beispiel 2

PV-Anlage mit Speicher

  • Investition: 23.000 €
  • Eigenverbrauchsanteil: 55 %
  • Wechselrichterersatz: 2.500 € im Jahr 15
ca. 15,8 JahreAmortisationszeit

Das Modell nutzt dadurch im ersten Jahr 4.400 kWh selbst und speist 3.600 kWh ein. Der Überschuss liegt bei +7.714 €, die interne Rendite bei 2,9 % p.a.

Die Speicherrechnung ist in diesem Beispiel trotz höherer Investition günstiger, weil sie deutlich mehr Solarstrom wertvoll im Haushalt nutzt. Bei einem anderen Verbrauchsprofil, Speicherpreis oder Ersatzzeitpunkt kann das Ergebnis umgekehrt ausfallen.

Wie stark einzelne Annahmen wirken

Eine einzelne Amortisationszahl blendet Unsicherheit aus. Die folgende Tabelle verändert jeweils nur eine Größe gegenüber der Basisannahme. So sehen Sie, ob die Wirtschaftlichkeit robust ist oder an einem optimistischen Wert hängt.

Variante Investition Eigenverbrauch Strompreis Amortisation Überschuss
Anschaffungskosten −10 % 16.200 € 30 % 32,0 ct ca. 16,3 Jahre +4.528 €
Basisannahme 18.000 € 30 % 32,0 ct ca. 18,1 Jahre +2.368 €
Anschaffungskosten +10 % 19.800 € 30 % 32,0 ct ca. 19,8 Jahre +208 €
Eigenverbrauch 20 % 18.000 € 20 % 32,0 ct nicht innerhalb von 20 Jahren −2.371 €
Eigenverbrauch 45 % 18.000 € 45 % 32,0 ct ca. 12,8 Jahre +9.476 €
Strompreis 28 ct/kWh 18.000 € 30 % 28,0 ct ca. 19,9 Jahre +150 €
Strompreis 40 ct/kWh 18.000 € 30 % 40,0 ct ca. 13,9 Jahre +6.803 €

Die Tabelle zeigt den Hebel des Eigenverbrauchs besonders deutlich: Mehr selbst genutzter Solarstrom ersetzt Netzbezug zu einem höheren Wert als eine zusätzliche Einspeisung. Das spricht nicht automatisch für einen möglichst großen Speicher; zuerst sollten Verbrauchszeiten, Warmwasser, Wärmepumpe oder E-Auto geprüft werden.

Amortisation, Rendite und Überschuss sind nicht dasselbe

AmortisationszeitWann sind die kumulierten Geldflüsse erstmals bei null? Sie beantwortet die Frage „Wann ist mein eingesetztes Geld rechnerisch zurück?“
Interne RenditeWelche jährliche Rendite ergibt sich aus dem zeitlichen Verlauf aller Geldflüsse? Ein später Ersatz kostet dabei mehr als eine gleich hohe Ausgabe im ersten Jahr.
Kumulierter ÜberschussWie viel bleibt nach dem gewählten Zeitraum insgesamt übrig, nachdem Investition, laufende Kosten und Ersatzkosten abgezogen wurden?

Der Rechner zeigt die interne Rendite als Näherung auf Basis der jährlichen Cashflows. Sie ist nicht identisch mit „Überschuss geteilt durch Investition“ und auch kein Vergleich mit einem sicheren Sparprodukt. Für einen sauberen Vergleich sollten Sie zusätzlich Risiko, Liquidität, Inflation und alternative Verwendung Ihres Kapitals betrachten.

Finanzierungszins und steuerliche Einordnung

Die Grundrechnung unterstellt einen Kauf ohne Kredit. Bei einer Finanzierung gehören die tatsächlichen Zinsen und Gebühren in die Wirtschaftlichkeitsrechnung: Finanzierungskosten = Summe aller Zahlungen − Darlehensbetrag. Entscheidend ist der effektive Jahreszins des konkreten Angebots, nicht ein pauschaler „Solarzins“. Das aktuelle KfW-Programm 270 kann eine mögliche Finanzierungsquelle sein; Konditionen, Zugang und Wirtschaftlichkeit müssen individuell geprüft werden.

Für bestimmte PV-Anlagen auf oder nahe Wohngebäuden gilt nach aktuellem § 12 Absatz 3 UStG ein Umsatzsteuersatz von 0 % auf begünstigte Lieferungen und Installationen. Zusätzlich regelt § 3 Nummer 72 EStG die Einkommensteuerbefreiung bestimmter Einnahmen und Entnahmen. Das sind keine pauschalen Aussagen für jede Dachanlage, jede Leistungsklasse oder jede Nutzung; klären Sie Sonderfälle mit dem Finanzamt oder einer Steuerberatung.

Grenzen der Schätzung

  • Der Rechner arbeitet jährlich und kennt keine Stundenkurve von Erzeugung und Verbrauch.
  • Verschattung, Dachausrichtung, Standort, Wetterjahre, Abregelung und technische Verluste stecken nur in Ihrem Ertragswert.
  • Ein Speicher wird nicht mit realen Ladezuständen, Teillastwirkungsgraden oder Alterung simuliert. Die Stromspeicher-Inspektion 2026 der HTW Berlin zeigt, wie stark sich Systeme bei der Effizienz unterscheiden können.
  • Garantie, Versicherung, Reparaturen, Zählerkosten und Netzentgelte müssen aus dem konkreten Angebot ergänzt werden, wenn sie nicht bereits in den laufenden Kosten enthalten sind.
  • Preise, Vergütungssätze und steuerliche Regeln können sich ändern. Die Ergebnisse sind eine Entscheidungshilfe, keine Anlage-, Finanzierungs- oder Steuerberatung.

Welcher Solar-Rechner passt zu Ihrer Frage?

Quellenstand und fachliche Grundlagen

Quellenstand: 2026. Die Auswahl verbindet amtliche Vorgaben, wissenschaftliche Daten und unabhängige Verbraucherinformationen. Die eigene Ergänzung ist das offen gelegte Jahresmodell mit den beiden Vergleichsbeispielen und der Sensitivitätstabelle.

Häufige Fragen zur PV-Amortisation

Was bedeutet die Amortisationszeit bei einer Photovoltaikanlage?

Die Amortisationszeit ist der Zeitpunkt, an dem die kumulierten Einnahmen und vermiedenen Stromkosten die Investition sowie laufende Kosten und angesetzte Ersatzkosten ausgleichen. Sie ist keine Garantie für einen bestimmten Zahlungszeitpunkt.

Wie hoch sollte der Eigenverbrauchsanteil sein?

Einen allgemeingültigen Zielwert gibt es nicht. Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauchsanteil häufig niedriger, mit verschiebbaren Verbrauchern oder Speicher höher. Entscheidend sind Verbrauchsprofil, Anlagengröße, Speicherverluste und der Speicherpreis.

Amortisiert sich eine PV-Anlage mit Speicher schneller?

Nicht automatisch. Ein Speicher erhöht meist den selbst genutzten Solarstrom, kostet aber zusätzlich, hat Umwandlungsverluste und eine eigene Lebensdauer. Er lohnt sich in der Rechnung nur, wenn der zusätzliche Wert die Mehrkosten und Ersatzrisiken übertrifft.

Welche Strompreissteigerung sollte ich ansetzen?

Eine sichere Vorhersage gibt es nicht. Rechnen Sie mindestens mit einer Variante ohne Preissteigerung und vergleichen Sie diese mit einer moderaten Annahme von ein bis zwei Prozent. Die Sensitivität ist wichtiger als eine einzelne Prognose.

Wie wird der Wechselrichterersatz berücksichtigt?

Der Rechner zieht den von Ihnen eingetragenen Ersatzbetrag im ausgewählten Jahr einmalig vom kumulierten Cashflow ab. Wenn ein Angebot Garantie, Wartung oder einen späteren Tausch bereits enthält, sollten Sie Doppelzählungen vermeiden.

Sind die Einnahmen aus einer PV-Anlage steuerfrei?

Für bestimmte private Photovoltaikanlagen gelten aktuell steuerliche Erleichterungen, aber nicht pauschal für jede Anlage und jede Nutzung. Maßgeblich sind unter anderem Leistung, Gebäude, Betreiber und die konkrete steuerliche Einordnung. Der Rechner ersetzt keine Steuerberatung.

Kann ich die Finanzierung im Rechner berücksichtigen?

Die Grundrechnung arbeitet bewusst ohne Kredit. Bei einer Finanzierung müssen Zinsen, Gebühren und der Tilgungsplan zusätzlich berücksichtigt werden. Vergleichen Sie den effektiven Jahreszins mit der erwarteten Rendite und prüfen Sie die aktuellen Konditionen des jeweiligen Kreditgebers.

Was ist der Unterschied zum Ertrags- und Autarkierechner?

Der Ertragsrechner schätzt die erzeugte Strommenge. Der Autarkierechner schätzt den möglichen Anteil Ihres Verbrauchs aus PV und Speicher. Der Amortisationsrechner bewertet dagegen Geldflüsse, Kosten und Ersatzinvestitionen.

Wenn die Rechnung passt: Angebote sauber vergleichen

Holen Sie mehrere Angebote ein und prüfen Sie, ob Module, Wechselrichter, Speicher, Montage, Zählerschrank, Garantien und laufende Kosten vollständig enthalten sind. Tragen Sie danach die echten Werte erneut in den Rechner ein.

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