Der Garten entscheidet: sechs Situationen vor dem Kauf
Satellitengestützte Navigation funktioniert nicht in jedem Garten gleich. Nehmen Sie zuerst die Umgebung auf: Wo sieht der Roboter den Himmel, wo verliert er Signale, welche Flächen liegen hinter einem Tor und wo muss er sicher zur Ladestation zurückfinden?
Freie Satellitensicht
Offene Rasenflächen mit wenig hohen Hindernissen sind die beste Ausgangslage für klassisches RTK, NRTK und EPOS. Eine freie Sicht hilft sowohl dem Roboter als auch einer möglichen Referenzantenne.
Bäume und Hauswände
Dichte Baumkronen, hohe Hecken und Gebäudewände können Signale abschatten oder reflektieren. Für solche Bereiche sind LiDAR, Vision oder ein sauber geplanter Kabelabschnitt oft wertvoller als eine höhere Flächenangabe.
Mehrere Rasenflächen
Prüfen Sie, ob die Flächen durch einen befahrbaren Weg verbunden sind. Virtuelle Zonen helfen nur dort, wo das Modell den Weg, die Schwelle und die Rückkehr zur Ladestation zuverlässig bewältigt.
Hang und nasser Untergrund
Die Steigungszahl gilt nicht automatisch an jeder Kante und bei jedem Gras. Entscheidend sind Traktion, Fahrtrichtung, Flächenreserve und ein Sicherheitsabstand zu Teichen, Mauern und Absturzkanten.
Schmale Passagen
Messen Sie Tore, Durchgänge und Engstellen inklusive Rand, Gefälle und möglicher Abweichung der Fahrspur. Herstellerwerte für einen Durchgang gelten nur unter den Bedingungen der jeweiligen Modellvariante.
Mobilfunk und WLAN
NRTK und NetRTK benötigen einen passenden Datendienst. Bei Cloud-EPOS ist WLAN im Arbeitsbereich wichtig; eine lokale Referenzstation kann diese Abhängigkeit je nach System mindern.
Was RTK, NRTK, NetRTK und EPOS unterscheidet
RTK-Mähroboter bestimmen ihre Position über Satellitensignale und Korrekturdaten. Dadurch können sie virtuelle Grenzen in der App nutzen, statt ein Begrenzungskabel zu verfolgen. Die Begriffe klingen ähnlich, beschreiben aber unterschiedliche Installationen:
Klassisches RTK
Eine lokale Referenzstation liefert Korrekturdaten an den Roboter. Dafür brauchen Sie einen geeigneten, dauerhaft erreichbaren Standort mit freier Sicht zum Himmel und je nach System Strom sowie Funkverbindung zur Station. Die genaue Reichweite gehört zur Installationsprüfung.
NRTK und NetRTK
Korrekturdaten kommen über ein Netzwerk. Eine lokale Antenne kann entfallen, dafür müssen Mobilfunk, Dienstabdeckung, Konto und die Bedingungen des jeweiligen Dienstes zum Grundstück passen. Nicht jedes Gerät kann beliebige öffentliche Korrekturdienste verwenden.
Herstellerspezifische Dienste
Segway NRTK, Mammotion NetRTK und ECOVACS Multi-Fusion-RTK sind keine austauschbaren Produktnamen. Sie kombinieren eigene Hardware, App und Korrekturdienst. Prüfen Sie deshalb Laufzeit, Mobilfunk und Support immer am konkreten Modell.
EPOS
Husqvarnas satellitengestützte Lösung arbeitet mit virtuellen Grenzen. Je nach Installation sind WLAN im Garten, ein Connect-Modul oder eine EPOS-Referenzstation relevant. Die Referenzstation kann die Abhängigkeit von WLAN für die Navigation verringern.
Zum Verständnis der Korrekturtechnik: Das deutsche SAPOS-Informationssystem beschreibt ein öffentliches Netz von Referenzstationen. Das ist ein fachliches Beispiel für Netzwerk-Korrekturen, aber keine pauschale Zusage, dass ein Mähroboter diesen Dienst nutzen kann.
Voraussetzungscheck: erst prüfen, dann modellieren
Dieser kurze Check verhindert die häufigste Enttäuschung: Ein Gerät wird nach Flächenleistung gekauft, passt aber nicht zur eigenen Funk- und Gartenstruktur. Gehen Sie die Punkte am Grundstück durch, bevor Sie eine Modellvariante bestellen.
- Satellitensicht markieren: Zeichnen Sie dichte Baumkronen, hohe Mauern, Hauskanten und überdachte Bereiche in einen Gartenplan ein.
- Korrekturweg klären: Entscheiden Sie, ob eine lokale Basisstation, NRTK/NetRTK, EPOS Cloud oder eine EPOS-Referenzstation zum Grundstück passt.
- Verbindung testen: Prüfen Sie Mobilfunk dort, wo der Roboter arbeitet. Für Cloud-EPOS muss WLAN im relevanten Gartenbereich stabil ankommen.
- Karte planen: Legen Sie Ladestation, mögliche Antenne, Rand, Sperrflächen, Zonen und Durchgänge fest. Eine virtuelle Grenze ersetzt keine sichere Kante.
- Fläche mit Reserve berechnen: Teilen Sie nicht nur Quadratmeter, sondern berücksichtigen Sie Inseln, Wege, Steigungen, Mähpausen und die gewünschte Schnitthäufigkeit.
- Servicegebiet prüfen: Sichern Sie sich ab, dass Händler, Ersatzmesser, Akku und App-Support für Ihre konkrete Variante verfügbar sind.
Wie RTK beim Mähroboter funktioniert
RTK ist nicht einfach „GPS mit höherer Genauigkeit“. Der Mähroboter empfängt GNSS-Signale, gleicht sie mit Korrekturdaten ab und setzt die berechnete Position anschließend in eine digitale Karte mit virtuellen Grenzen um. So kann er Bahnen, Sperrflächen und mehrere Zonen anfahren, ohne dass ein Begrenzungskabel die Rasenfläche markieren muss. Die Genauigkeit bleibt aber von Sicht, Reflexionen, Korrekturweg und Software abhängig.
1. Satellitensignale
GNSS-Signale liefern die globale Ausgangsposition. Freie Sicht zum Himmel hilft dabei, Abschattungen und Reflexionen an Wänden oder unter dichten Baumkronen zu vermeiden.
2. Korrekturdaten
Eine lokale Referenzstation oder ein Netzwerkdienst korrigiert typische Signalfehler. Netzwerk-RTK verteilt diese Korrekturen über eine Datenverbindung – dafür müssen Mobilfunk, WLAN oder der jeweilige Dienst am Grundstück passen.
3. Karte und Fahrweg
Die App übersetzt die Position in virtuelle Grenzen, Zonen und Fahrkorridore. Sensoren wie Kamera oder LiDAR können ergänzen, wenn Satellitensicht, Hindernisse oder enge Passagen die reine Positionierung an ihre Grenzen bringen.
Fachliche Grundlage: Trimble erklärt Netzwerk-RTK und Korrekturdaten. Hinweise zu Abschattung und Mehrwegeffekten finden Sie bei GPS.gov zur Positionsgenauigkeit und in den IGS-Empfehlungen für Antennenstandorte.
Kaufpreis, Dienste und Folgekosten realistisch einordnen
Der Kaufpreis steigt meist mit Fläche, Antrieb und zusätzlicher Sensorik. Für die Gesamtrechnung zählen aber auch Korrekturdienst, Mobilfunk, WLAN, Referenzantenne, Montage, Garage und Ersatzmesser. Prüfen Sie außerdem, ob für Korrekturdienst, Mobilfunk oder Zubehör laufende Kosten entstehen.
Segway Navimow i205 AWD
Für die i2-AWD-Reihe ist eine begrenzte Laufzeit mobiler Daten enthalten. Prüfen Sie vor dem Kauf, welche Dienste danach weiterlaufen und ob für die gewählte Region und Variante wiederkehrende Gebühren anfallen.
MAMMOTION LUBA 3 AWD 3000
Mammotion nennt drei Jahre 4G-Nutzung inklusive und NetRTK ohne zusätzliche Gebühr über die Produktlaufzeit. Danach kann für die Mobilfunkverbindung ein kostenpflichtiger Dienst nötig sein. Auch hier gehören SIM-/Dienstbedingungen und der Lieferumfang der konkreten Variante auf die Bestellliste.
Husqvarna Automower 320 NERA
Für Cloud-EPOS ist WLAN im Garten wichtig. Mit EPOS RS1 kann die Installation anders aufgebaut werden; Husqvarna weist für die Cloud-Korrekturen keine zusätzliche laufende Gebühr aus. Die optionale Hardware, Montage und ein Connect-Modul können den Gesamtpreis trotzdem erhöhen.
ECOVACS GOAT O600 RTK
Für den O600 RTK ist in den geprüften Hersteller- und Angebotsdaten keine eindeutige Laufzeit für einen mobilen Korrekturdienst ausgewiesen. Schauen Sie deshalb im aktuellen Angebot nach, ob RTK-Adapter, Care Kit, Datenverbindung und mögliche Servicebedingungen enthalten sind.
Für jede Variante zusätzlich einplanen: Strom, Ersatzmesser, Akku und gegebenenfalls Garage, Montage, Referenzstation oder Mobilfunkdienst. Prüfen Sie außerdem die konkrete Modellvariante, den Lieferumfang und mögliche Folgekosten.
Produktmatrix 2026: vier satellitengestützte Optionen
Die Matrix ist eine Orientierung, keine Rangliste. Sie trennt Herstellerangaben von der Einordnung für typische Gärten und zeigt die jeweils aktuelle Modellvariante. Modelle ohne satellitengestützte Kernnavigation finden Sie auf der Hauptseite für kabellose Mähroboter.
| Modell | Positionierung | Fläche | Steigung | Antenne oder Dienst | Zonen | Hindernisse | Schnitt | Verbindung und laufend | Angebot |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Segway Navimow i205 AWD Kleine, eher offene Gärten | EFLS: NRTK + Vision | bis 500 m² | bis 45 % laut Hersteller | Keine lokale Antenne; NRTK über den Herstellerdienst | Virtuelle Zonen und Sperrflächen per App; Umfang vor Kauf prüfen | Vision-Unterstützung; konkrete Erkennungssituationen prüfen | Schnittbreite und -höhe der aktuellen Variante im Angebot prüfen | 4G und App; Mobilfunk am Grundstück erforderlich NRTK und mobile Daten; enthaltene Laufzeit und mögliche Folgegebühren prüfen | 749,00 € Preis prüfen* →
Segway Daten |
| MAMMOTION LUBA 3 AWD 3000 Komplexe Flächen und starke Hänge | Tri-Fusion: 360° LiDAR + NetRTK + KI Vision | bis 3.000 m² | bis 80 % laut Hersteller | Keine lokale Basisstation; NetRTK, 4G und freie Sicht müssen passen | Bis 30 Mähzonen für die 3000er-Variante; konkrete Angebotsvariante prüfen | Über 300 Hindernisse laut Hersteller- und Angebotsdaten | 40 cm; 25–70 mm laut Angebotsdaten | Wi-Fi, Bluetooth und 4G 4G laut Hersteller 3 Jahre inklusive; NetRTK über die Produktlaufzeit inklusive | Preis wird geprüft Preis prüfen* →
Mammotion Daten |
| Husqvarna Automower 320 NERA Größere, klar strukturierte Flächen | Satellitengestütztes EPOS | bis 3.300 m² systematisch | bis 25 % an der Grenze, bis 50 % in der Arbeitsfläche | WLAN im Garten für Cloud-EPOS oder optionale EPOS-Referenzstation | Virtuelle Sperrflächen und Zonen per Automower Connect; Umfang prüfen | Für 320 NERA keine KI-Hinderniserkennung ausgewiesen | 24 cm; 20–60 mm laut Hersteller | WLAN und Bluetooth; RS1 oder Connect Kit je Setup Cloud-Korrekturen laut Hersteller ohne Zusatzkosten; Netzwerk und Zubehör abhängig vom Setup | 2.199,00 € Preis prüfen* →
Husqvarna Daten |
| ECOVACS GOAT O600 RTK Kleine bis mittlere, eher offene Gärten | TrueMapping 2.0 Multi-Fusion-RTK + AIVI-Kamera | bis 600 m² | bis 45 % (24°) laut Hersteller | Keine physischen Kabel; RTK-Adapter, Empfang und 0,7-m-Passagen prüfen | Mehrere Flächen und Sperrzonen per Karteneditor; genaue Zahl prüfen | Über 200 Hindernisse laut Herstellerseite | 30–80 mm laut Hersteller; Schnittbreite im Angebot prüfen | App, RTK-Dienst und Kamera; Netzabdeckung vorab prüfen Laufende Dienstkosten in den geprüften Angaben nicht eindeutig ausgewiesen | 498,99 € Preis prüfen* →
ECOVACS Modellseite |
Vor der Bestellung: Prüfen Sie im konkreten Angebot, ob RTK-Adapter, Referenzstation, Mobilfunk und gewünschtes Zubehör enthalten sind.
Modelle nach Gartentyp eingeordnet
Segway Navimow i205 AWD
Passt zu: kleinen, eher offenen Gärten, in denen eine lokale Antenne unerwünscht ist und Mobilfunk zuverlässig ankommt. Die Kombination aus Allrad und Herstellerangabe von bis zu 45 % ist für moderate Hänge interessant.
Wichtigste Grenze: Ohne passende NRTK- und 4G-Verbindung verliert die einfache Installation ihren Vorteil. Prüfen Sie außerdem Tore und verwinkelte Bereiche vorab.
Installation und Service: Karte, Ladestation und Mobilfunk werden per App eingerichtet. Segway stellt eine eigene Support-Seite bereit; Ersatzmesser und regionale Servicewege sollten Sie beim konkreten Händler klären. Alternative: Der ECOVACS O600 ist eine Option für ähnlich kleine Flächen, wenn Kameraunterstützung und ein anderes Kartenkonzept besser passen.
Segway Support i2 AWD · Herstellerangabe: NRTK, 500 m² und 45 %.
MAMMOTION LUBA 3 AWD 3000
Passt zu: großen, verwinkelten Grundstücken mit starken Hängen, mehreren Zonen und wechselnden Hindernissen. Die Kombination aus 360° LiDAR, NetRTK, KI Vision und Allrad bietet mehr Ausweich- und Traktionsreserve als ein reines Satellitensystem.
Wichtigste Grenze: Auch Tri-Fusion ersetzt keinen freien Empfang in jedem Abschnitt. Die 4G-Inklusivzeit und die tatsächlich unterstützte Zonenanzahl hängen von der Modellvariante und dem Dienst ab.
Installation und Service: Eine lokale Referenzstation ist laut Hersteller nicht nötig. Planen Sie NetRTK, App, 4G und die erste Kartierung trotzdem sorgfältig. Vor dem Kauf sollten EU-Lieferumfang, Ersatzmesser, Akku und Rückgabeweg des konkreten Angebots feststehen. Alternative: Der Automower 320 NERA ist für übersichtlichere Flächen mit planbarer EPOS-Installation interessanter.
Mammotion LUBA 3 AWD · Herstellerangabe: Tri-Fusion, 3.000 m² und 80 %.
Husqvarna Automower 320 NERA
Passt zu: größeren, klar strukturierten Flächen, wenn WLAN im Garten oder eine EPOS-Referenzstation sauber geplant werden kann. Die getrennten Angaben von 25 % an der Grenze und 50 % in der Arbeitsfläche sind für die Planung besonders wichtig.
Wichtigste Grenze: Für Cloud-EPOS muss WLAN im Arbeitsbereich ankommen. Der 320 NERA wird außerdem nicht mit einer ausgewiesenen KI-Hinderniserkennung beschrieben; Beete, Spielzeug und flache Hindernisse gehören deshalb in eine saubere Gartenplanung.
Installation und Service: Die EPOS-Auswahl, RS1 und Connect-Komponenten sollten mit einem Husqvarna-Händler auf das Grundstück abgestimmt werden. Das erleichtert auch die Beschaffung von Messern, Akku und Wartung. Alternative: Bei starken Hängen und vielen wechselnden Hindernissen bringt der LUBA 3 AWD mehr Sensorik und Allradreserve mit.
Husqvarna: WLAN oder EPOS-Referenzstation · Herstellerangabe: 3.300 m² systematisch, 25 % an der Grenze, 50 % in der Fläche.
ECOVACS GOAT O600 RTK
Passt zu: kleinen bis mittleren, eher offenen Gärten bis 600 m². TrueMapping 2.0, Multi-Fusion-RTK und die AIVI-Kamera verbinden virtuelle Grenzen mit zusätzlicher Hinderniserkennung; der Hersteller nennt bis zu 45 % Steigung.
Wichtigste Grenze: Die Flächenklasse lässt wenig Reserve für viele Zonen, und die Kosten des Korrektur- oder Datendienstes sind in den geprüften Angaben nicht eindeutig ausgewiesen. Der Hersteller nennt für Passagen 0,7 m – messen Sie mit Rand und Gefälle nach.
Installation und Service: Die automatische Kartierung, Sperrflächen und der Care-Kit-Lieferumfang sollten im konkreten Angebot kontrolliert werden. Alternative: Der Segway i205 AWD ist bei ähnlicher Flächengröße interessant, wenn NRTK ohne lokale Antenne im Vordergrund steht.
ECOVACS GOAT O600 RTK Care Kit · Herstellerangabe: TrueMapping 2.0, bis 600 m² und bis 45 %.
Empfangsprobleme: Ursache erkennen und ausweichen
Ein verlorener Positions-Fix bedeutet nicht automatisch, dass das Gerät defekt ist. Gehen Sie vom Fehlerbild aus und ändern Sie immer nur einen Punkt: Standort, Verbindung, Karte oder Navigation. So lässt sich nachvollziehen, ob die Ursache im Garten oder im Dienst liegt.
Unter Baumkronen wird die Spur unruhig
Wahrscheinliche Ursache sind Abschattung und reflektierte Signale. Testen Sie dieselbe Zone bei freier Sicht, entfernen Sie die Ladestation nicht vorschnell und prüfen Sie, ob LiDAR oder Vision als Ergänzung vorgesehen ist. Bleibt der Bereich kritisch, kann ein Kabelabschnitt oder eine andere Technologie die bessere Ausweichroute sein.
Am Haus oder an Metallflächen driftet die Position
Wände, Dächer, Zäune und Solarmodule können Mehrwegeffekte verstärken. Setzen Sie eine Referenzantenne möglichst offen, erhöhen Sie den Abstand zu reflektierenden Flächen und nehmen Sie die betroffene Grenze neu auf. Eine rein virtuelle Grenze sollte an einer Absturzkante nie die einzige Sicherung sein.
Im schmalen Korridor fehlt die Karte
Messen Sie die lichte Breite, Schwellen, Kurven und den tatsächlichen Randabstand. Prüfen Sie, ob das Modell den Korridor als Verbindung oder als separate Zone verwalten kann. Falls die Satellitensicht nur dort schlecht ist, hilft ein Hybridmodell eher als ein größerer Flächenwert.
NRTK oder NetRTK verbindet sich nicht
Testen Sie Mobilfunk direkt an Ladestation und Arbeitsfläche, kontrollieren Sie Konto, Dienstlaufzeit und App-Anmeldung und starten Sie die Kartierung erst nach stabiler Verbindung. Wenn der Dienst am Grundstück nicht zuverlässig ankommt, ist eine lokale Referenzstation oder ein anderes Navigationsprinzip die sinnvollere Abzweigung.
EPOS verliert den Bezug im Garten
Prüfen Sie zunächst WLAN im gesamten Arbeitsbereich, nicht nur im Haus. Bei einer Installation mit RS1 muss der Standort der Referenzstation frei und dauerhaft erreichbar sein. Nach Änderungen an Gartenhaus, Hecke oder Zaun sollten Karte und virtuelle Grenzen kontrolliert werden.
Die Ladestation wird nicht sicher gefunden
Fahren Sie einen Test außerhalb der normalen Mähzeit und prüfen Sie Zufahrt, Untergrund, Randabstand und Sicht. Reinigen Sie Kontakte und Sensoren, aktualisieren Sie App und Firmware und kartieren Sie den Anfahrtsweg neu, wenn sich die Umgebung verändert hat.
Warum diese Stellen kritisch sind, erklären GPS.gov zu Abschattung und Mehrwegeffekten sowie die IGS-Leitlinien zur Standortwahl von GNSS-Antennen.
Erste Kartierung, Sperrzonen und spätere Änderungen
Planen Sie für die erste Einrichtung einen ruhigen Zeitraum ein. Eine saubere Karte ist wichtiger als ein schneller Start und spart später Fehlersuche.
- Firmware und App aktualisieren: Melden Sie das Gerät an, laden Sie den Akku und warten Sie, bis Karten- und Navigationsfunktionen vollständig verfügbar sind.
- Dock und Antenne ausrichten: Das Dock braucht einen ebenen Anfahrtsbereich. Eine Basis- oder EPOS-Antenne steht möglichst offen, mit Abstand zu Hauswand, Metall und Dachkante.
- Ränder aufnehmen: Gehen Sie Rasenränder, Inseln, Beete, Teiche und Absturzkanten bewusst ab. Lassen Sie an festen Kanten den vom Hersteller vorgesehenen Sicherheitsabstand.
- Zonen und Sperrflächen anlegen: Trennen Sie Vorgarten, Hauptfläche und Nebenflächen verständlich. Sperren Sie Spielbereiche, frisch eingesäte Stellen, Wasser und Bereiche mit unsicherer Traktion.
- Kontrolliert testen: Beobachten Sie zuerst Rückkehr, Engstellen, Hangkante und Randfahrt. Erst danach sollte der automatische Zeitplan den gesamten Garten abdecken.
- Bei Änderungen neu prüfen: Eine neue Mauer, ein Gartenhaus, hohe Hecke oder verlegter Weg verändert Empfang und Fahrweg. Aktualisieren Sie Karte und Sperrzonen nach dem Umbau.
Entscheidungsbaum: klassische Basis, Netzwerk, EPOS oder Vision?
Beantworten Sie die Fragen in dieser Reihenfolge. So landet die Technik dort, wo sie einen konkreten Gartenfehler löst.
Kann der Garten Satellitensicht und Datenverbindung bieten?
Ja: NRTK oder NetRTK sind bequem, wenn keine lokale Antenne gewünscht ist. Nein: Prüfen Sie eine lokale RTK-/EPOS-Referenzstation oder wechseln Sie direkt zur Technologieberatung für LiDAR, Vision und Kabel.
Ist WLAN im gesamten Arbeitsbereich zuverlässig?
Ja: Cloud-EPOS kann für größere, klar strukturierte Gärten passen. Nein: Eine lokale EPOS-Referenzstation oder ein NRTK-/NetRTK-Modell mit passendem Mobilfunk kann die bessere Infrastruktur sein.
Gibt es dichte Schatten, enge Korridore oder viele Hindernisse?
Ja: Wählen Sie ein Hybridmodell mit LiDAR oder Vision und prüfen Sie den tatsächlichen Ausweichweg. Bei dauerhaft schlechtem Satellitenempfang ist eine technologieübergreifende Lösung auf der Hauptseite ohne Begrenzungskabel oft sinnvoller. Nein: RTK kann seine Stärken bei Bahnen, Rand und Zonen ausspielen.
Ist die Fläche klein und einfach?
Ja: Vergleichen Sie kompakte NRTK-Modelle nach Service, Mobilfunk und tatsächlicher Engstellenbreite. Nein: Rechnen Sie Traktion, Flächenreserve, Zonenverwaltung und Wartung höher als einzelne Spitzenwerte.
So wurden Modelle und Angaben ausgewählt
Dieser Vergleich richtet sich an Menschen, die satellitengestützte Mähroboter gezielt einordnen möchten. Er beantwortet die wichtigsten Fragen zu RTK, NRTK, NetRTK und EPOS und führt anschließend zur passenden Technologie für den eigenen Garten.
Quellen
Technische Werte stammen aus den verlinkten Herstellerseiten und werden dort als Herstellerangabe kenntlich gemacht. Ergänzend nutzen wir geodätische Fachquellen zu Korrekturdaten, Satellitensicht und Antennenstandort.
Aufnahmekriterien
Entscheidend waren aktuelle Variante, satellitengestützte Navigation, Flächenklasse, Steigung, Kartenaufbau, Empfang, Zonen, Hinderniserkennung, Schnittdaten und laufende Abhängigkeiten.
Keine Labormessung
Die Modelle wurden nicht in einem eigenen Garten vermessen. Praxisnahe Aussagen werden deshalb vorsichtig formuliert und von Hersteller- oder Angebotsdaten getrennt.
Häufige Fragen zu RTK-Mährobotern
Was ist der Unterschied zwischen RTK, NRTK und NetRTK?
RTK bezeichnet die satellitengestützte Positionsbestimmung mit Korrekturdaten. Bei klassischem RTK steht meist eine lokale Referenzstation im Garten. NRTK oder NetRTK beziehen Korrekturdaten über ein Netzwerk und benötigen je nach System keine eigene Antenne. Entscheidend sind Abdeckung, Umgebung und die konkrete Umsetzung des Herstellers.
Funktioniert ein RTK-Mähroboter unter Bäumen?
Nicht pauschal. Dichte Baumkronen, hohe Hecken und Hauswände können Satellitensignale abschatten oder reflektieren. Modelle mit zusätzlichem LiDAR oder Vision können diese Situationen besser überbrücken, benötigen aber ebenfalls eine passende Umgebung. Bei dauerhaftem Satellitenschatten ist ein kabelgebundenes oder stärker sensorbasiertes System oft die ruhigere Entscheidung.
Brauche ich für einen RTK-Mähroboter eine Basisstation?
Das hängt vom System ab. Klassische lokale RTK-Installationen arbeiten mit einer Referenzstation. NRTK- und NetRTK-Modelle nutzen Korrekturdaten über das Mobilfunk- oder Datennetz. Bei Husqvarna kann die EPOS-Installation je nach Modell über WLAN, Mobilfunk oder eine optionale Referenzstation gelöst werden.
Wann ist ein RTK-Mähroboter die falsche Wahl?
Wenn der Garten stark abgeschattet ist, die nötige Netzwerk- oder WLAN-Abdeckung fehlt oder eine kleine, einfache Rasenfläche mit geringem Budget gepflegt werden soll. Dann können Vision-, LiDAR- oder klassische Modelle die passendere Lösung sein. Für die Technologieentscheidung hilft der Vergleich RTK, LiDAR und Vision.
Brauche ich für NRTK oder NetRTK eine eigene RTK-Antenne?
Bei NRTK und NetRTK entfällt die lokale Referenzstation häufig, weil Korrekturdaten über einen Herstellerdienst oder ein Netzwerk kommen. Das ist aber kein einheitlicher Standard: Mobilfunk, Konto, Dienstabdeckung und mögliche Laufzeiten unterscheiden sich. Prüfen Sie deshalb immer die Anforderungen der konkreten Modellvariante.
Was muss ich vor der ersten Kartierung vorbereiten?
Legen Sie Ladestation und gegebenenfalls Referenzantenne mit möglichst freier Sicht an, aktualisieren Sie App und Firmware, messen Sie enge Durchgänge und erfassen Sie Rasenränder, Inseln, Beete und Sperrflächen. Danach sollte ein kontrollierter Probelauf zeigen, ob Karte, Rückkehr zur Ladestation und Zonen im Alltag funktionieren.
Welche laufenden Kosten können bei RTK-Mährobotern entstehen?
Möglich sind Mobilfunk- oder Korrekturdienste, optionale Referenzstationen, Ersatzmesser, Garage und Montage. Enthaltene Laufzeiten und mögliche Folgegebühren unterscheiden sich je nach Hersteller und Modellvariante. Prüfen Sie deshalb den konkreten Liefer- und Leistungsumfang.
Weiterführende Mähroboter-Ratgeber
Diese Seiten helfen bei den Fragen, die nach der Technikentscheidung folgen:

