Die kurze Antwort
Für eine zuverlässige Tropfbewässerung gehören Wasserquelle, Filter, Druckminderer, Hauptleitung, passende Verteiler und spülbare Enden zusammen. Einzeltropfer sind flexibel für Kübel und ungleichmäßige Pflanzabstände, Tropfrohr eignet sich für gerade Reihen und Hecken, ein Perlschlauch für längere, gleichmäßig bepflanzte Bereiche. Planen Sie jede Zone nach ihrem tatsächlichen Durchfluss und prüfen Sie die Feuchte im Wurzelraum, statt eine feste Laufzeit zu übernehmen.
Die passende Systemart für Beet, Hecke, Hochbeet und Kübel
„Tropfbewässerung“ beschreibt nicht nur ein bestimmtes Rohr. Entscheidend ist, ob jede Pflanze einzeln dosiert werden soll, ob eine Reihe über ihre ganze Länge gleichmäßig Wasser braucht oder ob der Boden flächig feucht bleiben soll. Ein Micro-Drip-System ist dabei eine modulare Familie aus Basisgerät, Leitungen, Verteilern, Tropfern und Haltern. Der Hersteller beschreibt für solche Systeme ausdrücklich Druckregler und Filter als Bestandteile für einen gleichmäßigen Betrieb – die konkrete Druckvorgabe bleibt jedoch immer vom verwendeten Produkt abhängig. GARDENA erklärt die unterschiedlichen Anwendungen des Micro-Drip-Systems.
| Einsatz | Passende Lösung | Stärke | Grenze |
|---|---|---|---|
| Kübel, Balkon und einzelne Sträucher | Einzeltropfer an 4,6-mm-Leitung | Jede Pflanze lässt sich unabhängig platzieren und dosieren. | Viele Abzweige machen die Anlage unübersichtlich; die kleine Leitung ist nicht für große Zonen gedacht. |
| Kleines Hochbeet | Einzeltropfer oder kurzes Tropfrohr | Gut an wechselnde Pflanzenabstände und mehrere Reihen anpassbar. | Bei stark unterschiedlichem Wasserbedarf brauchen Reihen eigene Absperrungen oder Tropfer. |
| 10-Meter-Hecke und gerade Pflanzenreihe | Tropfrohr mit festem Tropferabstand | Schneller Aufbau und gleichmäßige Versorgung entlang der Reihe. | Der Abstand ist vorgegeben; Lücken oder sehr unterschiedliche Pflanzen passen schlechter. |
| Großes Gemüsebeet mit Reihen | Tropfrohr oder Hauptleitung mit druckkompensierenden Einzeltropfern | Reihen lassen sich sauber in Zonen aufteilen und spülen. | Durchfluss, Druckverlust und Leitungswege müssen vor der Montage berechnet werden. |
| Dicht bepflanzte, gleichmäßige Fläche | Perlschlauch | Gibt Wasser über eine längere Strecke langsam an den Boden ab. | Weniger präzise als einzelne Tropfer; Filterung, Druck und Einbauposition beeinflussen die Gleichmäßigkeit stark. |
Für einen einzelnen Topf ist ein komplettes Mehrzonen-System meist überdimensioniert. Für eine lange Hecke ist dagegen ein Netz aus vielen kleinen Abzweigen unnötig aufwendig. Beginnen Sie mit dem Pflanzbild und wählen Sie erst danach Rohrdurchmesser, Tropferabstand und Steuerung.
Planung: Wasserquelle, Durchfluss und Druck zusammenbringen
Eine Tropfanlage kann nur so gleichmäßig arbeiten, wie Wasserquelle und Leitungsnetz es zulassen. Der offene Wasserhahn zeigt nicht automatisch, wie viel Wasser während des Betriebs verfügbar bleibt. Messen Sie deshalb den Durchfluss mit einem Eimer und einer Stoppuhr: verfügbarer Durchfluss in l/h = Eimervolumen in l ÷ Füllzeit in s × 3.600. Beispiel: 10 Liter in 30 Sekunden entsprechen rechnerisch 1.200 l/h. Für die Planung sollte die Summe der Tropfer einer Zone darunter bleiben; eine Reserve von etwa 20 Prozent ist eine sinnvolle, aber keine herstellerübergreifend verbindliche Planungsannahme.
Der Zonenverbrauch ergibt sich aus Anzahl der Tropfer × Tropferleistung. 56 Tropfer mit jeweils 2 l/h benötigen theoretisch 112 l/h. Dazu kommen Druckverluste in langen oder dünnen Leitungen, Bögen, Filtern und Verbindern. Je länger der Weg, je kleiner der Querschnitt und je mehr Wasser gleichzeitig fließt, desto stärker kann der Druck am Leitungsende abfallen. Ein Basisgerät mit Filter und Druckreduzierung schützt das System, ersetzt aber nicht die Prüfung der konkreten Herstellerangaben. Das von GARDENA beschriebene Basisgerät 1000 reduziert den Druck beispielsweise auf etwa 1,5 bar und ist für bis zu 1.000 l/h ausgelegt. Technische Angaben zum Basisgerät 1000.
Teilen Sie eine Anlage in getrennte Zonen, wenn eine lange Leitung am Ende deutlich weniger Wasser liefert, die Wasserquelle nicht genug Durchfluss für alle Reihen bereitstellt oder Pflanzen mit unterschiedlichen Böden und Wasserbedürfnissen zusammenkommen. Jede Zone kann dann einzeln laufen, statt eine gemeinsame Leitung mit zu vielen Tropfern zu überlasten.
Drei Aufbauskizzen für typische Gärten
Die Skizzen zeigen das Prinzip, nicht die exakte Zahl der Verbinder. Zeichnen Sie vor dem Einkauf die tatsächlichen Wege, Abzweige und tiefsten Punkte Ihres Gartens ein. Ein spülbares Ende gehört an jede Reihe, die später einzeln gereinigt werden soll.
Materiallisten und Kosten für drei nachvollziehbare Szenarien
Die Mengen unten sind aus den genannten Pflanzabständen und Leitungswegen abgeleitet. Sie sind keine fertigen Einkaufslisten für jeden Garten: Bögen, zusätzliche Abzweige, eine Pumpe oder eine unterirdische Verlegung kommen je nach Bestand hinzu. Kaufen Sie bei Rohr und Leitung immer die nächstgrößere verfügbare Länge und planen Sie zehn Prozent Zuschnittreserve ein.
| Szenario und Annahme | Abgeleitete Mengen | Grobe Kostenordnung |
|---|---|---|
| Kleines Hochbeet 2 Reihen à 2,4 m, ein Tropfer je 30 cm, eine Zone | 5,3 m Reihenleitung inklusive Reserve, mindestens 16 Tropfer mit 2 l/h, 2 spülbare Enden, 8 Rohrhalter, 1 Filter-Druckminderer und die zum Anschluss passende Zuleitung | Etwa 35–90 € ohne Wasseruhr; ein Set kann günstiger sein, wenn seine Tropferzahl und Anschlussgrößen passen. |
| 10-Meter-Hecke eine Reihe, Tropferabstand etwa 33 cm, eine Zone | 31 Tropferpositionen; bei Tropfrohr 11 m inklusive Reserve, 1 Anfangsverbinder, 1 spülbares Endstück, etwa 10 Halter, 1 Filter-Druckminderer und eine Zuleitung | Etwa 45–120 € ohne Erdarbeiten; Länge, Druckkompensation und Anschlussgröße beeinflussen den Preis stärker als die reine Schlauchlänge. |
| Größeres Gemüsebeet 6 Reihen à 6 m, ein Tropfer je 30 cm, zwei Zonen mit je 3 Reihen | 39,6 m Reihenleitung inklusive Reserve, 120 Tropferpositionen, 6 spülbare Reihenenden, 6 Abzweige, rund 30 Halter, etwa 9,6 m Hauptleitung inklusive Reserve, 1 Filter-Druckminderer und 2 Absperrungen | Etwa 100–250 € ohne Pumpe und feste Ventilbox; zwei Zonen erhöhen Material und Montage, erleichtern aber die Anpassung und Fehlersuche. |
Für die Auswahl zählen vor allem passende Anschlüsse, die benötigte Tropferleistung und eine sinnvolle Erweiterbarkeit.
Passende Produktbeispiele für unterschiedliche Aufbauten
Diese Auswahl hilft beim Einordnen der Bauarten: ein kompaktes Micro-Drip-Set für viele kleine Pflanzen, ein flexibles Topfbewässerungsset, eine tankbasierte Lösung ohne elektrische Steuerung und ein Perlschlauch für längere, flächigere Bewässerung. Prüfen Sie vor dem Kauf immer Durchmesser, Lieferumfang, Druckvorgabe und die tatsächlich benötigte Länge.
Bewässerung passend zum Pflanzbild auswählen
Die Einordnung folgt dem jeweiligen Einsatz, der Anschlussart und der geplanten Tropferzahl.

GARDENA Micro-Drip-System Starter-Set Balkon (15 Pflanzen)
Kompaktes Micro-Drip-Starter-Set für bis zu 15 Pflanzen in Töpfen und Kübeln. Mit Filter-Druckreduzierung, 20 m 4,6-mm-Verteilerrohr und druckregulierenden Tropfern.
- Für bis zu 15 Pflanzen
- 20 m 4,6-mm-Verteilerrohr
- 15 Tropfer mit 2 l/h

Kärcher KRS Topfbewässerungsset
Flexibles Topfbewässerungsset für bis zu 15 Pflanzen. Die Wassermenge der Tropfer lässt sich je Pflanze anpassen; die Anlage kann erweitert und mit einer Steuerung kombiniert werden.
- Für bis zu 15 Pflanzen
- Regulierbare Tropfer
- Flexibler Schlauch

Blumat Tropf Medium Box Kit
Tankbasierte Tropfbewässerung für bis zu zwölf Pflanzen. Die keramischen Tropfer regeln die Wasserabgabe je Pflanze ohne Strom, Batterie, Pumpe oder Zeitschaltuhr.
- Bis zu 12 Pflanzen
- Keramische Tropfer
- Ohne Strom und Timer

CS Perlschlauch drucklos mit Anschluss – Set S6
Poröser Perlschlauch für drucklose Bewässerung über längere, gleichmäßig bepflanzte Streifen. Der Hersteller empfiehlt gefiltertes Wasser und eine passende Einbauposition im Boden.
- 50 m Schlauch
- Drucklose Bewässerung
- Poröse Schlauchwand
Mengenrechner: von den Reihen direkt zur Einkaufsliste
Der Rechner nimmt eine einfache Pflanzung mit einem Tropfer je Pflanze an. Er berechnet die Pflanzenzahl auf Basis der Reihenlänge, rundet auf volle Tropfer auf und addiert zehn Prozent Leitung für Zuschnitt und Bögen. Diese zehn Prozent sind eine Materialreserve, keine Reserve gegen Druckverlust. Bei Tropfrohr mit festem Abstand ersetzen Sie die berechnete Tropferzahl durch die tatsächliche Herstellerangabe.
Direkte Einkaufsliste für dieses Ergebnis
- 17,6 m Tropf- oder Verteilerleitung für die Reihen
- 2,2 m Hauptleitung für den Zuleitungsweg
- 56 Tropfer oder die passende Länge Tropfrohr
- 4 spülbare Endstücke für die Reihen
- 1 Filter mit passender Druckreduzierung sowie Verbinder nach Skizze
Formeln: Pflanzen je Reihe = aufgerundet (Reihenlänge × 100 ÷ Pflanzenabstand); Tropferzahl = Reihen × Pflanzen je Reihe; Reihenleitung = Reihen × Reihenlänge × 1,10; Hauptleitung = Eingabe × 1,10; Laufzeit = Wasser je Pflanze ÷ Tropferleistung × 60. Der Startwert berücksichtigt weder Regen noch Druckverlust, Bodenart, Verdunstung oder mehrere Zonen.
Montage in sechs Schritten
- Wasserquelle prüfen: Messen Sie Durchfluss und, wenn möglich, den Betriebsdruck. Bei Regentonne, Brunnen oder Teich gehören Pumpe und eine wirksame Filterung in die Planung. Eine Tonne ohne ausreichende Förderhöhe versorgt lange Leitungen meist nicht gleichmäßig.
- Leitungsplan zeichnen: Markieren Sie Wasserquelle, Filter, Druckminderer, Hauptleitung, Verteiler, jede Reihe, Absperrstellen und jedes spülbare Ende. Gruppieren Sie Pflanzen mit ähnlichem Wasserbedarf in derselben Zone.
- Filter und Druckminderer montieren: Beachten Sie die Fließrichtung und die Herstellerangabe zum Arbeitsdruck. Der Filter muss zugänglich bleiben, damit Sie ihn reinigen können. Bei einem GARDENA Micro-Drip-Aufbau ist das Basisgerät zugleich Startbaustein, Filter und Druckreduzierung; andere Systeme benötigen eigene Komponenten.
- Leitung schneiden und verbinden: Schneiden Sie Rohrenden sauber und rechtwinklig, vermeiden Sie Knicke und stecken Sie jeden Verbinder vollständig bis zum Anschlag ein. 4,6 mm, 13 mm und 16 mm sind nicht automatisch kompatibel; verwenden Sie die vorgesehenen Übergänge und mischen Sie keine Stecksysteme nur nach Augenmaß.
- Tropfer setzen und fixieren: Platzieren Sie Einzeltropfer im aktiven Wurzelraum, nicht einfach an der Beetkante. Fixieren Sie Leitungen mit Haltern, damit sie nicht aufschwimmen, verrutschen oder beim Hacken beschädigt werden. Bei Tropfrohr zählt der feste Tropferabstand; bei Perlschlauch auch die Einbauposition im Boden.
- Spülen, abdichten und prüfen: Öffnen Sie zunächst alle Reihenenden, lassen Sie Schmutz und Kunststoffreste auslaufen und setzen Sie erst danach die Endstücke ein. Prüfen Sie jede Verbindung auf Dichtheit. Vergleichen Sie für einige Minuten den Wasserfluss am Anfang und am Ende einer Reihe; bei deutlich unterschiedlichen Mengen teilen Sie die Zone oder korrigieren Druck, Leitung und Filter.
Bewässerungsdauer: Startwert, Beobachtung, Korrektur
Ein Tropfer mit 2 l/h gibt theoretisch in 30 Minuten 1 Liter ab. Das sagt allein noch nicht, ob die Pflanze diese Menge braucht. Der aktive Wurzelraum, die Bodenart, das Entwicklungsstadium, Wind, Hitze, Regen und Mulch verändern die passende Wassermenge. Sandige Erde nimmt Wasser schnell auf und trocknet schneller aus; lehmige oder tonige Erde speichert mehr, nimmt bei zu hoher Rate aber langsamer auf.
Starten Sie mit dem Rechnerwert, kontrollieren Sie die Erde nach dem Lauf in der Tiefe des Wurzelraums und beobachten Sie die Pflanzen über mehrere Tage. Ist nur die Oberfläche nass, sitzt der Tropfer zu weit oben oder die Laufzeit ist zu kurz. Entsteht eine Pfütze, läuft das Wasser schneller ein als der Boden es aufnehmen kann: kürzere Intervalle mit Pausen helfen meist besser als ein längerer Durchlauf. Mulch hält Feuchtigkeit länger; nach Regen und in kühlen Perioden muss die Laufzeit sinken. Die Penn State Extension erklärt, wie sich die Laufzeit aus Tropferleistung, Abstand, Wurzelraum und Wetter ableiten lässt.
Korrigieren Sie in kleinen Schritten. Erhöhen Sie bei einem trockenen Wurzelraum zunächst die Dauer oder die Häufigkeit moderat und prüfen Sie erneut. Bei nasser Erde, leichten Pflanzen oder Ablauf aus dem Beet reduzieren Sie die Wassermenge. Eine universelle Minutenzahl wäre für unterschiedliche Beete nicht zuverlässig.
Automatisierung: Wasseruhr, Bodenfeuchtesensor oder mehrere Zonen?
| Option | Nutzen | Grenzen | Passt zu |
|---|---|---|---|
| Einfache Wasseruhr | Startet nach Zeitplan, braucht wenig Einrichtung und ist für eine kleine Zone günstig. | Sie kennt Bodenfeuchte und Regen nicht. Nach Wetterwechseln muss der Plan manuell angepasst werden. | Kübel, Hochbeet und eine gleichartige Pflanzenreihe. |
| Bodenfeuchtesensor | Kann einen geplanten Lauf überspringen, wenn der Sensor am richtigen Ort ausreichend Feuchte misst. | Ein Messpunkt steht nicht automatisch für das ganze Beet. Falsche Einbautiefe, direkte Tropfernähe oder ein anderer Boden verfälschen die Entscheidung. | Beete mit wiederkehrendem Zeitplan und deutlich wechselndem Wetter. |
| Mehrzonensteuerung | Trennt Gemüse, Hecke, Kübel oder Rasen nach Durchfluss und Wasserbedarf; jede Zone kann eigene Laufzeiten bekommen. | Mehr Ventile, Leitungen und Wartung erhöhen Kosten und Fehlerquellen. Die hydraulische Planung bleibt notwendig. | Große Beete, mehrere Pflanzgruppen oder eine Wasserquelle mit begrenztem Durchfluss. |
Ein Sensor verbessert nur die Entscheidung an seinem Messpunkt. Er ersetzt weder Filter, Druckminderer noch eine gleichmäßige Verteilung. Bei einer smarten Lösung sollten außerdem Gateway, Funkreichweite, Konto und Verhalten ohne Internet geprüft werden. Für die Auswahl eines Bodenfeuchtesensors hilft der separate Ratgeber zu Bewässerungscomputern mit Bodenfeuchtesensor; mehrere Gartenbereiche ordnet der GARDENA-smart-System-Ratgeber ein. GARDENA beschreibt den Sensor als Auslöser, der unnötige Bewässerungsprogramme überspringen kann, wenn der Boden ausreichend feucht ist. Zur Funktionsbeschreibung der GARDENA-Bewässerungssteuerungen.
Die wichtigsten Vergleiche vor dem Einkauf
Einzeltropfer vs. Tropfrohr vs. Perlschlauch
| Kriterium | Einzeltropfer | Tropfrohr | Perlschlauch |
|---|---|---|---|
| Dosierung | Je Pflanze einzeln wählbar | Durchfluss und Abstand im Rohr vorgegeben | Über die poröse Wand verteilt, weniger punktgenau |
| Ideal für | Kübel, unregelmäßige Pflanzung, einzelne Sträucher | Hecken, Reihen und gleichmäßige Beete | Lange, dicht bepflanzte Streifen mit ähnlichem Bedarf |
| Erweiterung | Sehr flexibel, aber mehr Verbinder | Gut entlang der vorgesehenen Reihe | Einfach zu verlegen, Änderungen am Pflanzbild schwieriger |
| Wichtige Prüfung | Durchfluss am letzten Tropfer und Halterung | Druckkompensation, Abstand und zulässige Länge | Filter, Druck, Einbauposition und Spülmöglichkeit |
| Typischer Fehler | Zu viele Tropfer an einer zu dünnen Leitung | Abstand passt nicht zu den Pflanzen | Gleichmäßigkeit wird mit einer festen Sparquote verwechselt |
Selbst geplant vs. Fertigset
| Kriterium | Selbst geplant | Fertigset |
|---|---|---|
| Passform | Rohrlänge, Tropferabstand und Zonen folgen dem eigenen Garten. | Schneller Start, aber Lieferumfang und Tropferzahl müssen zur Fläche passen. |
| Erweiterbarkeit | Kann von Beginn an mit Absperrungen, Spülpunkten und Reserve geplant werden. | Einfach, wenn das Set im selben System erweiterbar ist; Anschlussgrößen prüfen. |
| Fehlersuche | Der Leitungsplan macht jede Abzweigung nachvollziehbar. | Weniger Planungsaufwand, aber unklare Mischungen verschiedener Durchmesser erschweren die Suche. |
| Kosten | Günstig, wenn vorhandene Leitungen sinnvoll genutzt werden; Verbinder können sich summieren. | Planbarer Einstieg, aber ungenutzte Teile verteuern eine unpassende Zusammenstellung. |
| Geeignet, wenn | Beet, Hecke oder Garten später wachsen und sich verändern sollen. | Kübel, kleines Hochbeet oder eine klar begrenzte Einzelzone schnell versorgt werden soll. |
Fehlerhilfe: Ursache eingrenzen und zuerst das Richtige prüfen
| Beobachtung | Wahrscheinliche Ursache | Erster Schritt |
|---|---|---|
| Hinten kommt zu wenig Wasser an | Zu lange Leitung, zu geringer Druck, zugesetzter Filter oder zu viele Tropfer in einer Zone | Filter reinigen, Anfang und Ende vergleichen, Durchfluss messen und die Reihe gegebenenfalls teilen. |
| Einzelne Tropfer verstopfen | Schmutz, Algen, feine Partikel oder ein nicht gespültes Leitungsende | Filter prüfen, Leitung am Ende öffnen und mit sauberem Wasser spülen; Tropfer nicht mit harten Gegenständen aufstechen. |
| Verbindungen springen ab | Rohr nicht vollständig eingesteckt, falscher Durchmesser oder zu hoher Druck | Wasser abstellen, Verbindung neu setzen, passende Verbinder verwenden und Druckvorgabe prüfen. |
| Es entstehen Pfützen | Laufzeit zu lang, Boden nimmt Wasser langsam auf oder Tropfer sitzen zu dicht an einer Stelle | In kürzere Intervalle teilen, Tropfer verteilen und die Erde unterhalb der Oberfläche prüfen. |
| Pflanzen entwickeln sich unterschiedlich | Ungleiche Tropferleistung, unterschiedliche Wurzelräume, Schatten oder eine ungleichmäßige Zone | Tropfer am Anfang und Ende sammeln, Pflanzen nach Bedarf gruppieren und betroffene Reihen separat steuern. |
| Nach Frost sind Leitungen oder Verbinder beschädigt | Wasser ist in Bauteilen gefroren und hat sich ausgedehnt | Vor dem nächsten Lauf alle sichtbaren Teile tauschen, Anlage entleeren und Basisgerät, Uhr sowie Sensor frostfrei lagern. |
Saisonpflege: spülen, entleeren, im Frühjahr neu einmessen
Während der Saison kontrollieren Sie Filter und Leitungsenden regelmäßig, besonders bei Regenwasser, Brunnen- oder Teichwasser. Öffnen Sie die Spülpunkte, bis klares Wasser austritt, und prüfen Sie einzelne Tropfer, wenn sich Pflanzen auffällig verändern. Lassen Sie die Filter nicht so lange zusetzen, bis der Druckabfall am Ende der Zone sichtbar wird.
Vor der Frostperiode sollten Wasseruhr, Sensor, Basisgerät und empfindliche Steuerteile demontiert und frostfrei gelagert werden. Öffnen Sie die Leitungsenden, lassen Sie Wasser ablaufen und verschließen Sie die offenen Rohranfänge anschließend gegen Schmutz und Insekten. Für ein GARDENA Micro-Drip-System beschreibt das GARDENA-Hilfezentrum die konkreten Frostschritte.
Im Frühjahr reinigen Sie den Filter, montieren die Komponenten in Fließrichtung und spülen jede Zone vor dem Anschluss der Endstücke. Starten Sie mit kurzen Laufzeiten, vergleichen Sie Anfang und Ende der Leitungen und prüfen Sie die Feuchte, bevor Sie den Zeitplan für die warme Saison übernehmen. So werden kleine Lecks, verschobene Tropfer und Frostschäden sichtbar, bevor die Pflanzen unter einer ungleichmäßigen Versorgung leiden.
Häufige Fragen
Brauche ich für Tropfbewässerung immer einen Druckminderer?
Nicht jedes Produkt arbeitet mit derselben Vorgabe. Viele Tropfsysteme brauchen jedoch einen definierten Arbeitsdruck; bei höherem oder schwankendem Anschlussdruck schützt ein passender Druckminderer die Leitungen. Entscheidend ist die Angabe des verwendeten Systems.
Kann ich Tropfbewässerung mit einer Regentonne betreiben?
Ja, wenn Förderhöhe beziehungsweise Pumpe, Filter, Druck und Durchfluss zur geplanten Zone passen. Bei längeren Leitungen reicht der natürliche Druck einer Tonne häufig nicht für eine gleichmäßige Versorgung am Ende.
Was ist besser: 4,6-mm-Leitung oder 13-mm-Hauptleitung?
Die 4,6-mm-Leitung ist flexibel für kurze Abzweige und einzelne Tropfer. Eine 13-mm-Leitung transportiert Wasser mit weniger Widerstand über längere Wege und dient als Hauptleitung oder Verteiler. Die Übergänge müssen zum System gehören.
Wie oft muss ich die Anlage spülen?
Das hängt von Wasserquelle, Filter und Verschmutzung ab. Spülen Sie bei der ersten Inbetriebnahme, nach Arbeiten an der Leitung und immer dann, wenn der Durchfluss am Ende sinkt. Bei Regenwasser oder Teichwasser sind kürzere Prüfintervalle sinnvoll.
Wie weit darf ein Tropfer von der Pflanze entfernt sein?
So nah, dass der feuchte Bereich den aktiven Wurzelraum erreicht, aber nicht unmittelbar am Stängel dauerhaft eine nasse Stelle erzeugt. Bodenart, Pflanzengröße und Tropferleistung bestimmen den Abstand; prüfen Sie die Feuchte im Boden und nicht nur die Oberfläche.
Kann die Anlage im Winter draußen bleiben?
Oberirdische Leitungen und Armaturen sollten vor Frost entleert werden. Steuerungen, Basisgeräte und Sensoren lagern Sie nach Herstellerangabe frostfrei. Lassen Sie Wasser aus den Leitungen ablaufen und verschließen Sie offene Rohrenden gegen Schmutz.